In seiner Eröffnungsrede hielt der Präsident des Dachverbandes Schweizerischer Müller (DSM), Thomas Helbling, fest, dass die Mühlenbranche aktuell unter hohem Druck steht. Als Stichworte nannte er exemplarisch den durch den Bund verordneten Wegfall der Stärkeproduktion in der Schweiz und der damit verbundenen Vermahlungsmengen, den Weggang eines Grossteils der Fertigteigproduktion von Wangen ins Ausland sowie den gegenwärtigen Preiskampf der Discounter um das billigste Brot. «Kostete der Pfünder Brot bei den grossen Detailhändlern letzten Herbst noch einen Franken fünfzig, ist er ihnen heute nicht einmal mehr einen Franken wert. Das ist eine Schande. Eine Schande, weil wir alle wissen, dass der reelle Preis für ein handgemachtes Pfünderli bei vier Franken liegt. Eine Schande aber insbesondere auch deshalb, weil der Preis von 99 Rappen dem Brot jede Würde nimmt.» hielt Thomas Helbling, Präsident des DSM fest.
Aber auch Positives wurde hervorgehoben. So gratulierte Thomas Helbling Hermann Gütler, der das Mühlenmasters 2024 in Deutschland gewonnen hat, sowie Rahel Pfaffhauser, die in der Woche vor der Versammlung mit der Silbermedaille vom Mühlenmasters in Österreich nach Hause gekehrt ist, zu ihrem Erfolg.
Nebst den üblichen, statutarischen Geschäften hat die Versammlung Gesamterneuerungswahlen vorgenommen und zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Diego Bryner, Stadtmühle Schenk, ersetzt Peter Grossenbacher. Christian Oesch, Mühle Burgholz, wurde als Vertreter der Mühlengenossenschaft Bern und Nachfolger von Diego Della Cà gewählt.
In seinem traditionellen Situationsbericht ging der Geschäftsführer des DSM, Dr. Lorenz Hirt, auf die für die Mühlenwirtschaft relevanten Themen der nationalen Politik ein. Unter anderem berichtete er über die Versorgungssituation beim Brotgetreide, die Agrarpolitik 30+, das Proteinzahlungssystem, das privatrechtliche Ausfuhrbeitragsregime und diverse rechtliche Entwicklungen.
Weitere Informationen unter: www.dsm-fms.ch