Der Trägerverein Culinarium (TVC) lud am Dienstag, 24. März, zum regio-tag auf das Olma-Gelände in St. Gallen. Neu war der Anlass in die Gastia eingebettet und bot damit ein starkes Branchenumfeld für Gastronomie, Produzentinnen und Produzenten sowie weitere Akteure der regionalen Lebensmittelwirtschaft. Trotz neuem Datum und angepasstem Format blieb der Kern des regio-tags bestehen: Netzwerken, Regionalität erleben und gemeinsam die Wertschöpfung in der Ostschweiz stärken.
Plattform für Austausch und Begegnungen
Bereits am Vormittag nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich an der Culinarium Sonderschau auszutauschen, regionale Spezialitäten zu entdecken und mit Produzentinnen und Gastronomen ins Gespräch zu kommen. Die Kandidaten für die Königswahl präsentierten sich zudem persönlich an den Marktständen und sammelten Stimmen für die begehrte Auszeichnung. Die Einbettung des Regiotags in die Gastia bedeutete für die Gäste zusätzliche Inspiration, neue Kontakte und einen noch breiteren Einblick in die regionale Lebensmittelwelt.
Spannung bei der Königswahl
Am Mittag stellten sich die drei Kandidaten den Besucherinnen und Besuchern persönlich vor: Johannes Eberle von der Dorfkäserei Muolen SG, Manuel Baur vom Hotel Greuterhof in Islikon TG sowie Tom Adler, Gründer von Localfish in Rafz ZH. Neu traten die Kandidaten erstmals in einer gemeinsamen Kategorie anstatt wie früher getrennt in Produktion und Gastronomie.
Die Wahl basierte auf einem mehrstufigen Verfahren: Neben der Bewertung durch eine Fachjury flossen auch das öffentliche Online-Voting sowie das Publikumsvoting am regio-tag in die Gesamtwertung ein. Dieses Zusammenspiel sorgt für eine breit abgestützte und transparente Entscheidung. Kurz nach dem Mittag fiel die Entscheidung: Localfish aus Rafz ZH wurde zum Culinarium-König 2026 gekrönt.
Radikal lokal in der Fischproduktion
Localfish verfolgt einen konsequent regionalen Ansatz in der Fischproduktion. Während ein grosser Teil des in der Schweiz konsumierten Fisches importiert wird und weite Transportwege zurücklegt, wachsen Egli, Zander und Wels bei Localfish vollständig lokal auf vom Ei bis zum Filet ohne Transportkilometer. Die Fische werden in CO₂-neutralen Anlagen gezüchtet und stehen für hohe Standards bei Tierwohl und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig verzichtet Localfish vollständig auf Mikroplastik, Beifang und Antibiotika. Für diese konsequente Ausrichtung erhielt das Unternehmen den Eco-Score A eine Bestnote, die in der Fischbranche lange als kaum erreichbar galt. Mit dieser innovativen und gleichzeitig regional verankerten Produktion überzeugte Localfish bei der Wahl.
Neue Königsfeier mit Apéro riche
Auch kulinarisch schlug der regio-tag ein neues Kapitel auf. Statt eines klassischen Abendessens wurde die Krönung erstmals mit einer offenen Königsfeier und einem Apéro riche gefeiert. Das neue Format bot noch mehr Raum für Begegnungen und Gespräche zwischen Produzentinnen, Gastronomie, Handel und Gästen. Mit diesen Neuerungen positioniert sich der Regiotag weiterhin als wichtige Plattform für Regionalität und zeigt, wie eng Landwirtschaft, Verarbeitung und Gastronomie in der Ostschweiz zusammenarbeiten. Der Trägerverein Culinarium freut sich, den traditionellen Regiotag nach der erfolgreichen Durchführung im Jahr 2026 auch im kommenden Jahr wieder im Rahmen der Gastia umzusetzen. Der nächste Regiotag mit Königswahl findet am Dienstag, 23. März 2027, statt.
Weitere Informationen unter www.culinarium.ch