Sous-Terrain-Transport im Modell.

Sous-terrain-Transport im Querschnitt.

Cargo sous terrain – neue Logistikwege für Downtown Switzerland

Publiziert

Ende 2021 schufen der National- und Ständerat mit dem «Gesetz über den unterirdischen Gütertransport» die rechtliche Basis für das Projekt Cargo sous terrain. Wie geht es jetzt weiter?

Die globalen Entwicklungen stellen unsere Gesellschaften vor bisher ungekannte Herausforderungen. Die Ressourcen der Erde stehen bekanntlich nicht unbegrenzt zur Verfügung. Gewohnte Sicherheiten sind durcheinandergeraten, absehbar weit über die aktuelle Pandemie-Zeit hinaus. Neben den weltweiten Herausforderungen sind wir auch mit lokalen konfrontiert, die nicht weniger drängend sind und nach Lösungen verlangen. Eines dieser Themen sind die Verkehrsprobleme im Siedlungsgebiet. Diese zeigen sich heute besonders akut in den Städten.

Schweizer Logistiksystem am Limit
Patrik Aellig von ecos.ch fasst als Kommunikationsverantwortlicher für das Projekt Cargo sous terrain (CST) den Handlungsdruck zusammen: «Wenn die Beanspruchung der Verkehrswege und die durch sie ausgelösten Belastungen ungebremst weitergehen, gefährdet dies die Umwelt und die Lebensqualität der Menschen. Letztlich lässt sich auch die Versorgungssicherheit nicht aufrechterhalten. Während wir alle als Konsumentinnen und Konsumenten rund um die Uhr Waren des täglichen Bedarfs beziehen wollen, sind wir immer weniger bereit, die damit verbundenen Schattenseiten zu tragen.»

Widersprüche auflösen mit echter Innovation
Diese Widersprüche lassen sich nicht mit sturem Festhalten am Bisherigen auflösen, sondern nur durch echte Innovation. CST stellt einen emissionsfreien und klimaschonenden Lieferverkehr sicher und wird als nachhaltiges Gesamtlogistiksystem ein wichtiger Teil des Schweizer Logistikalltags und der Versorgung von Handel, Industrie und Bevölkerung werden. Hier setzt das mittlerweile breit verankerte Projekt an, erläutert Aellig: «CST transportiert und verteilt kleinteilige Güter laufend und zuverlässig auf den jeweils am besten dafür geeigneten Kanälen. Das Rückgrat des Systems bildet ein im Vollausbau 490 Kilometer langes Tunnelsystem von Genf bis St.Gallen und von Basel nach Luzern, mit einem zusätzlichen Ast, der Bern mit Thun verbindet.»

Öffentlich geregelt – privat finanziert
Für die öffentliche Hand entstehen durch CST keine finanziellen Lasten. Innovativ ist das Modell der privaten Finanzierung von CST, das komplett ohne Mittel der öffentlichen Hand realisiert wird. Patrik Aellig betont jedoch: «Das bedeutet nicht, dass sich private Interessen einfach gegenüber den öffentlichen durchsetzen werden.» Zudem sind die Aktionäre von CST gewillt, einen Beitrag an die Zukunft im Dienste der Allgemeinheit zu leisten. Verschiedene, gesetzlich klar geregelte Verfahren stellen sicher, dass die Interessen und Bedürfnisse der Allgemeinheit bei der Realisierung berücksichtigt werden – das betrifft die Themen Raumplanung, Umwelt, Natur- und Heimatschutz. Kantone und Gemeinden werden mit jeweils massgeschneiderten, bewährten Verfahren einbezogen.

Citylogistik neu erfinden
Gütertransporte haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verkehrsfluss und machen einen wesentlichen Teil des Verkehrsaufkommens in den Ballungsräumen aus. Patrik Aellig erläutert, wie CST die städtische Feinlogistik entlasten soll: «Das oberirdische Citylogistik-System von CST knüpft nahtlos an den gebündelten Tunnelzugang in den Städten an. Es entlastet dank intelligenter Steuerung und Tourenplanung die Städte um bis zu 30 Prozent des Lieferverkehrs und 50 Prozent der Lärmemissionen.» Bei der Entwicklung der Citylogistik pflegt CST die Zusammenarbeit mit Partnern im Konsortium, in Kombination mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Mit konkreten Schritten Richtung Operabilität konkretisiert CST lange vor dem Bau des Tunnels sein Vorhaben, als nachhaltiges Gesamtlogistiksystem ein wichtiger Teil des Schweizer Logistikalltags zu werden.

Wirtschaftliche Vorteile mit Ökologie-Mehrwert
Praxislösungen gelingen heute nur noch dank umfassender Integration aller Nachhaltigkeitsaspekte. Neben dem gesellschaftlich und wirtschaftlich getriebenen Handlungsdruck bietet das Grossprojekt auch wesentliche Ökologie-Mehrwerte. Patrik Aellig zeigt die wichtigsten Pluspunkte auf: «Das ausschliesslich mit erneuerbarer Energie betriebene System CST ist bei einer Gesamtbetrachtung ökologisch signifikant besser als der konventionelle Transport. Gegenüber heutigen Strassentransporten resultieren bis zu 80 Prozent CO2-Einsparung pro transportierte Tonne Güter. Das erste Teilstück von Härkingen nach Zürich spart jährlich 40000 Tonnen CO2-Äquivalente ein.»

Generationenprojekt
Gerade angesichts der offensichtlichen Vorteile und des grossen aktuellen Handlungsdrucks ist bis zur vollen Ausschöpfung des CST-Potenzials ein langfristiger Horizont erforderlich. Vergleichbar mit den grossen Alpen-Tunnelbauten erstellt hier eine Generation ein Infrastruktur-System, dessen Nutzen sich erst für die kommenden Generationen entfalten wird. Bewährt sich die aktuell geplante erste Teilstrecke in der Logistikpraxis, steht langfristig die Erweiterung des Systems auf die ganze Schweiz bis 2045 am Planungs-Horizont

Gesetz über den unterirdischen Gütertransport
Ende 2021 konnte der Gesetzgebungsprozess erfolgreich abgeschlossen werden. National- und Ständerat haben das Gesetz über den unterirdischen Gütertransport verabschiedet, welches die rechtliche Basis bildet für Cargo sous terrain (CST). Parallel zum Gesetzgebungsprozess hat CST 2021 die eigene Projektentwicklung vorangetrieben. Mit dem positiven Parlamentsentscheid stellen die Investoren von CST 100 nun Millionen Franken für die Detailplanung der ersten Teilstrecke von Härkingen-Niederbipp bis Zürich zur Verfügung. Mit diesen Mitteln ist CST bereit, um die Planungsprozesse auf kantonaler und kommunaler Ebene zu durchlaufen. Dazu gehören Gespräche im Rahmen der Standortfestlegung für die CSTHubs, aber auch für die Festlegung des genauen Tunneltrassees. Bis 2025 wird die Planung der ersten Teilstrecke von Härkingen nach Zürich abgeschlossen sein. 2026 beginnt der Bau der ersten Teilstrecke, welche 2031 in Betrieb geht

Weitere Informationen unter www.cst.ch

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Bezugsquellenverzeichnis