Die Reaktivierung dieser Arbeitsgruppe ist mehr als nur ein symbolischer Schritt: Sie ist der Beginn einer neuen Ära der Kooperation und Innovation im Bereich Verpackung. Die JIG bietet eine einzigartige Gelegenheit, alle Beteiligten von den Rohstofflieferanten, den Verpackungsherstellern über den Handel bis hin zu den Konsumenten in einen neuen Dialog zu bringen.
Hintergrund der Neulancierung der JIG ist der erfolgreiche Abschluss des Projektes «Guideline for Interpretation of the Swiss Ordinance on Printing Inks», unter dem Label der SVI Joint Industry Group for Packaging Safty. Die Neulancierung hat das Ziel weitere Projekte zu eruieren und zu bearbeiten. Dazu braucht es eine Gruppe von Interessierten und Fachleuten, welche sich bei der Umsetzung von behördlichen Vorgaben einbringen wollen. Die früher von 2008 bis 2019 bestehende Joint Industry Group des SVI hatte sich als zentrale Plattform etabliert, um diese Anforderungen zu bündeln und Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen der gesamten Wertschöpfungskette gerecht werden. Sie war die zentrale Basis für eine breitabgestützte Zusammenarbeit aller Akteure der Verpackungsbranche und hat sich als ein erfolgreiches Modell etabliert, aus dem branchenübergreifende Zusammenarbeit zu konkreten Fortschritten führte. In der JIG wurden konzentriert und in der Betriebspraxis einfach umsetzbare Lösungen erarbeitet.
Die neue Herausforderung für unsere Industrie liegt darin, Verpackungen zu entwickeln, die nicht nur funktional sind, sondern auch nachhaltig. Die Forderungen der PPWR müssen umgesetzt werde. Sie müssen den erweiterten Forderungen des Gesetzgebers entsprechen, benutzerfreundlich und transparent sein. Konsumenten erwarten heute mehr als nur ein sicheres Produkt sie möchten wissen, wie es verpackt wurde, aus welchem Material die Verpackung besteht und ob versteckte Risiken bei der Handhabung oder beim Verzehr bestehen. Daher muss die Verpackungsindustrie sicherstellen, dass ein möglicher Übergang von gesundheitsgefährdenden Substanzen aus der Verpackung in das Produkt verhindert wird.
Zweck und Ziel der JIG ist es, innerhalb der Wertschöpfungskette die erforderliche Konformitätsarbeit zu leisten, vor allem Selbstkontrolle und Risikomanagement. Zumeist ist dies im Bereich der Qualitätssicherung angesiedelt, in dem Verpackungen einen immer grösseren Stellenwert einnehmen. Dabei geht es nicht nur darum, dass Verpackungen das Packgut optimal schützt, sondern dass die Verpackung selbst sicher ist und keine Übergänge aus der Verpackung ins Füllgut stattfinden. Eine Migration in Mengen, welche genügen, die menschliche Gesundheit zu gefährden, ist gesetzlich verboten. Abfüller müssen alle Vorkehrungen treffen, um solche Übergänge zu vermeiden. Unbedingt erforderlich ist daher eine Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, mit allen vorgelagerten Lieferanten und auch deren Lieferanten.
Die Reaktivierung der JIG Group soll und wird diese Erfolgsgeschichte fortsetzen. Sie wird ein Ort der Innovation und des Austauschs sein, an dem die gesamte Wertschöpfungskette vom Hersteller über die Logistik bis hin zum Detailhandel an Lösungen arbeitet, die nicht nur die Schutzfunktion von Verpackungen verbessern, sondern auch das Vertrauen der Konsumenten stärken. Nur durch eine enge Zusammenarbeit und ein gemeinsames Verständnis können wir als Branche sicherstellen, dass Verpackungen den hohen Anforderungen der Zukunft gerecht werden.
Das Schweizerische Verpackungsinstitut ruft die gesamte Verpackungswirtschaft und die benachbarten Branchen zur Mitarbeit in der reaktivierten JIG auf. Der Kick-off für die neue JIG ist für den 23. Juni 2026 vorgesehen.
Weitere Informationen unter www.svi-verpackung.ch