Vom 1. bis 4. September 2026 fand in Winterthur die 14. Ausgabe des Swiss Green Economy Symposiums (SGES) statt. Im Verlauf des vielfältigen und mehrtägigen Programms wirkten rund 2000 Teilnehmende und 250 Referentinnen und Referenten mit.
Sichere Wertschöpfungskooperationen
Das Hauptprogramm an den Vormittagen von Mittwoch und Donnerstag, 2. und 3. September, umfasste sechs Themenblöcke: nachhaltige Lieferketten und Versorgungssicherheit, Kreislaufwirtschaft im Bau, PFAS, Verpackungen und Kreislaufwirtschaft, Klima und Biodiversität sowie Kreislaufwirtschaft und Innovation als strategische Chance.
Das Themenfeld der Lieferketten und Versorgungssicherheit vertieften am Mittwochvormittag Ronald Indergand, Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik im SECO, Roland Pfister, Delegierter für wirtschaftliche Landesversorgung, Stephan Mumenthaler, scienceindustries, und Tanja Schaffer von Arxada. Im Plenum zur Kreislaufwirtschaft im Bau zeigten Anders Dam Vestergaard, Executive Vice President bei Velux, sowie Christophe Berset von Holcim den Weg ihrer Unternehmen zur Zirkularität. Am Donnerstag standen die Verpackungen im Zentrum. Aloisia Predota (Nestlé Suisse) und Odile Inauen (RecyPac), Klima und Biodiversität mit WWF-Schweiz- CEO Thomas Vellacott und Fairtrade-Max-Havelaar-CEO Fabian Waldmeier diskutierten mit weiteren Fachleuten die Fragestellung, wie Kreislaufwirtschaft zur Innovationschance werden kann.
Nachhaltigkeit für Umwelt, Gesundheit und Wertschöpfung
Am Mittwoch und Donnerstag, 2. und 3. September, fanden an der ZHAW in Winterthur die Plenarveranstaltungen und fünfzehn Innovationsforen statt, darunter das traditionelle Forum zum Fokus Landwirtschaft und Ernährung. Um diese Ziele in der Praxis zu erreichen, ist ein weit gefächertes Netzwerk von Fachpersonen aus Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie, Handel, Gastronomie, Forschung, Politik und NGOs erforderlich, die gemeinsam die nachhaltigen und resilienten Ernährungssysteme der Zukunft mitgestalten.
Nachhaltige Ernährungssysteme sind ein zentraler Hebel für Klima, Biodiversität, Gesundheit und Versorgungssicherheit. Gleichzeitig stehen Landwirtschaft, globale Liefer- und Wertschöpfungsketten unter wachsendem Anpassungsdruck. Entscheidend ist, wie Innovationen, neue Formen der Zusammenarbeit und praxistaugliche Lösungen dazu beitragen können, Landwirtschaft und Ernährungssysteme resilienter zu gestalten.
Diese Transformation setzt sich entlang der gesamten Wertschöpfung fort – von der landwirtschaftlichen Praxis bis zum Konsum. Im Fokus stehen innovative Lebensmittel und Lösungen sowie die Frage, wie sich Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg verbinden, nachhaltige Produkte erfolgreich im Markt etablieren und das Bewusstsein für eine gesunde und nachhaltige Ernährung stärken lassen.
Biodiversitätskongress der Schweiz
Das SGES bot dieses Jahr den Rahmen für den ersten Biodiversitätskongress der Schweiz. Der brasilianische Ökologe Marcos Callisto von der Universidade Federal de Minas Gerais brachte den Blick «von aussen» ein. Bernhard Schmid von der Universität Zürich und Isabel O'Connor (EBP) ergänzten die Schweizer Perspektive. In der Landwirtschaftsrunde diskutierten Agrarforscher Urs Niggli, der Zürcher Bauernverband, der Strickhof, das Bundesamt für Landwirtschaft und Helvetas.