Die KHS Gruppe hat international einen weiteren wichtigen Schritt auf ihrem Dekarbonisierungspfad erreicht. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Photovoltaikanlage am indischen Produktionsstandort in Ahmedabad spart der Konzern künftig jährlich bis zu 1.000 Tonnen indirekte CO2-Emissionen aus zugekaufter Energie (Scope 2) ein. Die Solaranlage hat eine Leistung von 750,2 kWp und produziert 1.100 MWh Grünstrom im Jahr.
„Die Installation der neuen Photovoltaikanlage unterstreicht einmal mehr unser Engagement für nachhaltiges Wachstum und Umweltschutz. Es zeigt, dass KHS in Indien eine Vorreiterrolle einnimmt“, erklärt Biresh Banerjee, der am Standort Ahmedabad für die Bereiche Facility Management, Safety, Health, Environment & Energy (SHEE) und Sustainability bei KHS Machinery Pvt. Ltd. zuständig ist. Anfang März ging die Solaranlage nach einer dreimonatigen Installationsphase in Betrieb und versorgt Produktion und Büros mit Grünstrom.
Dank der Investition kommt das indische KHS-Werk seinem Ziel näher, den Ener-giebedarf selbst zu decken nur noch etwa 20 Prozent werden aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen. „Mit bis zu 3.000 Sonnenstunden im Jahr ist die Region um Ahmedabad prädestiniert für den Ausbau von Solarenergie. Bis 2028 soll die Photovoltaikanlage auf eine Kapazität von 1.051 MWp erhöht werden. Mit der bereits vorbereiteten Infrastruktur sind wir dann komplett autark in der Stromerzeugung“, so Banerjee weiter.
Verwendung modernster Technik
Die Solarpaneele wurden auf den Dächern zweier Produktionshallen installiert. Für das Photovoltaiksystem setzt KHS auf sogenannte bifaziale Solarmodule, die Strom über ihre Vorder- und Rückseite erzeugen können. Durch transparente beidseitige Glaskonstruktionen nutzen sie einerseits direktes Sonnenlicht und andererseits reflektiertes Licht vom Untergrund, was den Stromertrag deutlich steigert. „Indien ist ein wichtiger Wachstumsmarkt für die KHS Gruppe mit einer steigenden Nachfrage nach kohlensäurehaltigen Getränken und hygienisch verpack-ten Produkten. Die Investitionen verdeutlichen, dass technologische Marktführerschaft und nachhaltiges Handeln bei uns Hand in Hand gehen“, sagt Dr. Julia Niehaus, Nachhaltigkeitsmanagement & Strategische Projekte bei KHS. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist KHS in Indien aktiv und mit einem Anteil von 35 Prozent klarer Marktführer. Von Ahmedabad aus versorgt der Systemanbieter auf über 115.000 Quadratmetern Fläche Getränkeabfüller im eigenen Land und in Südostasien mit modernen Anlagen und Verpackungstechnik.
Photovoltaikanlage zahlt auf definierte Klimaziele ein
Die Klimastrategie ist ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsausrichtung von KHS. Die Tochter der Salzgitter AG verfolgt das Ziel, ihre Treibhausgasemis-sionen bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren. Kurzfristig sollen unter anderem daher bis 2028 die Emissionen von Scope 1 und 2 um 36 Prozent reduziert wer-den. „Aufgrund unserer globalen Aufstellung entsteht ein grosser Teil der standortbezogenen Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) an den internationalen Produktionsstätten der KHS. Daher beinhaltet unser Dekarbonisierungspfad Massnahmen an allen Werken. Mit Investitionen in eigene PV-Anlagen möchten wir den Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtenergieversorgung stetig erhöhen“, erklärt Niehaus.
Bereits Ende 2025 hatte KHS an seinem chinesischen Standort Kunshan eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von jährlich 1.000 MWh in Betrieb genommen. Auch in Deutschland wurde in den letzten Jahren der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben. Gemeinsam mit der Mitarbeitenden-Genossenschaft MaGeno-Solar konnten PV-Anlagen in den Werken Dortmund, Bad Kreuznach und Worms realisiert werden.
Indien hat Vorbildfunktion beim Wassermanagement
Mit gezielten Klima- und Umweltschutzmassnahmen steigert KHS kontinuierlich die Nachhaltigkeitsbilanz seiner internationalen Standorte. Die generelle Vorbildfunktion Indiens im Klimaschutz zeigt sich in einem seit Jahren konsequent verfolgten ganzheitlichen Umweltmanagement, das durch die Zertifizierungen nach ISO 14001 (Umwelt) und ISO 50001 (Energie) gestützt wird. Auf dieser Basis konnte das Werk die Energie- und Ressourceneffizienz seiner Prozesse deutlich steigern.
„Ressourceneffizienz ist in Indien insbesondere beim Thema Wasser entscheidend“, führt Banerjee aus. „Wir lassen unser Prozesswasser nahezu vollständig im Kreis zirkulieren, bereiten es auf und verwenden es für Kühlprozesse oder Landschaftspflege weiter.“ Das von KHS genutzte Wasser stammt aus dem unternehmenseigenen Brunnen und sein Verbrauch wird durch mehrere Messsysteme digital überwacht und täglich kontrolliert. Anfallendes Regenwasser wird darüber hinaus systemisch vor Ort gespeichert.
Weitere Informationen unter www.khs.com