Vor dem Hintergrund regulatorischer und struktureller Anforderungen, die mit erheblichen Investitionen am Standort Zollbrück (BE) verbunden wären, hat die GMSA beschlossen, diesen Standort zu schliessen und die vorhandenen Kapazitäten sowie die hochmodernen Ressourcen an ihren Standorten in Granges-près-Marnand (VD) und Müllheim-Wigoltingen (TG) zu nutzen. Letzterer wurde im Jahr 2025 in die Gruppe integriert. Die in Zollbrück hergestellten Bio-Mehle werden am Standort Granges-près-Marnand zentralisiert, wo eine Mühle für Spezialmehle zur Verfügung steht. Spezialitäten wie Griess, Flocken und Müsli werden künftig am Standort der Schweizerischen Schälmühle E. Zwicky AG in Müllheim-Wigoltingen produziert.
Diese Umstrukturierung wird es ermöglichen, die Synergien zwischen den Standorten zu stärken, die Logistikabläufe zu vereinfachen und die Auslastung der bereits vorhandenen Produktionskapazitäten zu verbessern. Die Kunden können weiterhin auf gleichbleibende Qualität, zuverlässigen Service und eine sichere Versorgung zählen. Die Steiner Mühle AG gehört seit 2011 zur GMSA. Der Standort hat sich durch sein Know-how in der Verarbeitung von Getreide, Hülsenfrüchten und Saaten unter den Labels Bio und Demeter einen Namen gemacht. Derzeit wird eine Nachfolgelösung für die Infrastruktur gesucht.
Von der Schliessung sind 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Den Betroffenen wurde ein Sozialplan vorgelegt. «Die Betreuung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Suche nach nachhaltigen Lösungen im Zusammenhang mit dieser erzwungenen Schliessung des Standorts Zollbrück haben für uns oberste Priorität», erklärt Alain Raymond, CEO.
Der Verwaltungsrat hat beschlossen, eine Rückstellung von rund TCHF 3'000 für die Abschreibung des Restwerts der Infrastruktur sowie für den Finanzierungsbedarf des Sozialplans zu bilden. Diese Rückstellung wird das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres negativ beeinflussen. Der Cashflow des Unternehmens wird hingegen durch die ausserordentliche Abschreibung nicht beeinträchtigt. Die angestrebte Restrukturierung und die Zentralisierung der Ressourcen sollten bereits 2027 zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit führen, sowohl auf struktureller als auch auf finanzieller Ebene.
Die GMSA dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Unterstützung in diesem Prozess, der in den kommenden Monaten weitergeführt wird.
Weitere Informationen unter www.gmsa.ch