Leroma

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Fermentation - alte Methode neu im Trend

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Schon seit etwa 10.000 Jahren fermentieren Menschen Lebensmittel, um sie länger haltbar zu machen. Da es damals noch nicht die Möglichkeiten der Kühlung von Nahrungsmitteln wie heute gab, ließen sich die Menschen etwas anderes einfallen, um die Produkte länger genießbar zu machen. Bei der Fermentation werden organische Stoffe mikrobiell oder enzymatisch in Säure, Gase und Alkohol umgewandelt. Die Stoffe können tierischer oder pflanzlicher Natur sein. Durch das Hinzufügen von Bakterien-, Pilzkulturen oder Enzymen verändert sich das Ausgangsprodukt, sodass es eine längere Haltbarkeit erlangt.

Tempeh
Tempeh wird vornehmlich aus Sojabohnen hergestellt, die zunächst gekocht und anschließend fermentiert werden. Es ist jedoch ebenso möglich jegliche anderen Hülsenfrüchte oder Nüsse und Samen dazu zu nutzen und zu fermentieren. Aufgrund seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften wie dem hohen Nährstoffgehalt und den probiotischen Stämmen, ist Tempeh in der Lage, den Markt als vollwertige Proteinquelle zu erobern. Das Erzeugnis beinhaltet Vieles, was von vielen Konsumenten immer wieder gewünscht wird. Der Proteingehalt der Sojabohnen steigt, der Fettgehalt nimmt ab und die Nährstoffe können anschließend vom Körper besser aufgenommen werden.

Der Tempeh soll als alternative, pflanzliche, bekömmliche Proteinquelle dienen, aber nicht den Geschmack von Fleisch nachahmen. Daneben ist es im Vergleich zu anderen Fleischalternativen minimal verarbeitet und beinhaltet wenige Inhaltsstoffe.

Da Tempeh aus pflanzlichen Rohstoffen produziert wird, verursacht er 94% weniger CO2-Emissionen als Rindfleisch, 78% weniger als Schweinefleisch und 62% weniger als Hähnchenfleisch. Der Aspekt der Nachhaltigkeit wird immer mehr zum Wettbewerbsinstrument. In Deutschland ist der Bedarf an Fleischersatzprodukten gerade während der Pandemie stark angestiegen und ebenso das Bewusstsein für eine Reduzierung des eigenen Fleischkonsums. 2020 ist der Pro-Kopf-Fleischverzehr auf ein Tief von 57,3 kg gesunken. Gleichzeitig ist der Umsatz mit veganen Nahrungsmitteln um 59% gestiegen. Einige Konzerne erreichten mit ihren vegetarischen und veganen Produkten einen höheren Umsatz als mit ihren tierischen Erzeugnissen. Pflanzliche Produkte erobern zunehmend den Markt.