Die Anlagenverfügbarkeit hat oberste Priorität für den internationalen Getränkehersteller Coca-Cola. "Bei uns hier am Standort Edelstal merken wir jeden einzelnen Anlagenstillstand deutlich“, erklärt Christian Kohlhofer, Plant Manager, Coca-Cola HBC Österreich. Schliesslich produziert man just in time und kann nicht auf Vorrat arbeiten. Deshalb setzt man auf Predictive Maintenance mit Condition Monitoring. Das heisst, der Zustand von Maschinen und Anlagen wird permanent überwacht, um Wartungen genau dann durchzuführen, wenn sie nötig sind. Echtzeitdaten von Sensoren werden genutzt, um Verschleiss, Abnutzung und anderen Instandhaltungsbedarf frühzeitig zu erkennen. Ziel ist es, ungeplante Stillstände zu vermeiden, Wartungskosten zu senken und die Lebensdauer der Anlagen zu verlängern. Durch den Einsatz moderner Technologien wie IO-Link, IoT (Internet of Things) und maschinellem Lernen können Wartungsarbeiten so geplant werden, dass sie genau im richtigen Moment stattfinden – nicht zu früh und nicht zu spät.
"Durch die zahlreichen Sensoren, die verbaut worden sind, erhöhen wir deutlich die Anlagenverfügbarkeit", freut sich Kohlhofer. "Wir machen die Wartung nicht mehr zeitbasiert, sondern zustandsabhängig. Das reduziert signifikant unsere Kosten."
IO-Link-Sensoren überwachen komplexe Prozesse
Wenn es um die Digitalisierung von Anlagen geht, sind Sensoren mit IO-Link-Schnittstelle die erste Wahl. Sie ermöglichen nicht nur den Austausch von einfachen Schaltsignalen, sondern auch von umfangreichen Prozessdaten und Diagnoseinformationen. Da die Übertragung der Messwerte digital und nicht analog erfolgt, ist diese zudem störsicher.
Ein Beispiel bietet der Einsatz von IO-Link-Schwingungssensoren am Dosenverschliessprozess. "Über die Qualität im Prozess der Dosenverschliessung entscheiden Tausendstelmillimeter“, erklärt Gerhard Wieszmüllner, Maintenance & Spare Parts Manager bei Coca-Cola HBC Österreich. "Mit den prädiktiven IO-Link-Sensoren von ifm können wir kleinste Vibrationsabweichungen feststellen und somit eine garantiert vollständig und dauerhaft verschlossene Dose gewährleisten."
An den Klappenventilen der Flaschenwaschanlage sind IO-Link-Ventilsensoren von ifm im Einsatz. "Wir bemerken im Vorfeld, wenn eine Klappendichtung kaputt geh bzw. ausgetauscht gehört – ohne jeglichen Materialverlust", so Gerhard Wieszmüllner. "Wir brauchen dadurch zum Beispiel keine Laugenbäder ablassen und haben keine Maschinenstillstände von grosser Dauer. Das spart uns Zeit und Kosten.“
Digitaler Zwilling
Durch die Digitalisierung bis auf Sensorebene erhält Coca-Cola volle Transparenz über seine weltweite Produktion. Der digitale Zwilling, gestützt auf Daten der Sensoren, die automatisch in die IT-Plattform "Pocket Factory" übertragen werden, ermöglicht die zustandsbasierte Wartung der Anlagen. Mithilfe von Machine Learning und künstlicher Intelligenz werden Verschleiss, Produktionsfehler und andere Anomalien im Prozess frühzeitig prognostiziert.
"Diese Daten erlauben uns, proaktiv und zum optimalen Zeitpunkt die richtigen Instandhaltungsmassnahmen durchzuführen, um die Produktqualität zu sichern", erklärt Wieszmüllner. So lassen sich ungeplante Stillstände vermeiden, Kosten senken und die hohen Qualitätsansprüche gewährleisten.
Enge Partnerschaft mit ifm
Seit vielen Jahren arbeitet Coca-Cola am Standort in Österreich eng mit ifm als Automatisierungspartner zusammen. Plant Manager Christian Kohlhofer lobt die Partnerschaft: "ifm hat ja den Slogan 'Close to you'. Das passt zu unserem internen Wert 'We over I'. Wir arbeiten beide gemeinsam an einer guten Zusammenarbeit und sind an schnellen Lösungen interessiert", so der Manager. "ifm ist immer da, wenn man sie braucht und gerade bei Problemen extrem schnell in der Reaktionszeit."